29.06.2026
Lange hat man in der Prignitz darauf gewartet, aber nun können die Arbeiten am noch fehlenden Abschnitt der Autobahn A 14 zwischen Wittenberge und Karstädt endlich beginnen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder setzte heute gemeinsam mit Landrat Christian Müller und dem Wittenberger Bürgermeister Oliver Hermann an der Baustelle in Wittenberge den ersten Spatenstich.
Landrat Christian Müller knüpfte direkt an die Worte des Bundesministers „Endlich Baustelle“ an. Müller erinnerte daran, dass der aktuell größte Lückenschluss in Deutschland zwischenzeitlich am seidenen Faden hing: „Für diese letzten 18 Kilometer der A 14 haben wir lange gemeinsam in der Prignitz gekämpft. Noch im vergangenen Jahr war der Lückenschluss in Gefahr, die Finanzierung offen. Umso mehr freue ich mich, dass die Bundesregierung jetzt Wort hält und die Trasse zügig zu Ende bauen wird.“
Das sah im Herbst 2025 noch ganz anders aus. Mit dem Bundeshaushalt 2025 war zwar die Finanzierung der schon im Bau befindlichen Abschnitte gesichert, doch stand der Abschnitt Wittenberge-Karstädt trotz eines bestehenden Baurechts zur Disposition. Landrat Christian Müller setzte sich vehement für den Weiterbau ein und wandte sich unter anderem direkt an Bundesminister Schnieder und bat auch die Landesregierungen von Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern um Unterstützung – letztlich mit Erfolg.
Anfang Dezember 2025 erteilte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder die
Baufreigabe. Zu diesem Erfolg haben neben Landrat Müller auch
Abgeordnete und andere regionale Akteure beigetragen. Am Montag räumte der
Minister mit Blick auf die Bauzeit der A 14 ein: „Ich finde, es hat zu lange
gedauert.“
Mit dem in der vergangenen Woche beschlossenen Infrastruktur
Zukunftsgesetz, sollen künftig solche Vorhaben deutlich schneller geplant und
realisiert werden.
Mit dem jetzt erfolgten Spatenstich sind alle A 14-Abschnitte in Bau, betonte Minister Schnieder, der am Nachmittag noch den Abschnitt Lüderitz-Stendal frei gab. Im Spätsommer folgt die Freigabe der Elbbrücke Wittenberge. Die Abschnitte Stendal-Osterburg und Osterburg-Seehausen werden bereits gebaut.
Zwischen Wittenberge und Karstädt wird mit einer Bauzeit bis 2032
gerechnet. Das Projekt hat ein Volumen
von 300 Millionen Euro. Es umfasst unter anderem die Errichtung von 23
Ingenieurbauwerken, vor allem Brücken, den Bau einer Rastanlage, von
Lärmschutzwänden und Maßnahmen zum Schutz von Wildtieren.
Direkt im Anschluss an den Spatenstich gab es einen zweiten: Zusammen mit Sachsen-Anhalts Verkehrsministerin Lydia Hüskens leitete Patrick Schnieder den Neubau der B 189 Elbbrücke ein. Das bestehende Bauwerk wird abgerissen und an gleicher Stelle eine neue Brücke errichtet. Der Abriss wird zeitlich so getaktet, dass der Verkehr einschließlich landwirtschaftlicher Fahrzeuge über die dann fertige Autobahnbrücke geführt wird.
© Landkreis Prignitz
